Peter Reitberger

Der freischaffende Künstler Peter Reitberger wurde 1955 in München geboren. Seit 1976 lebt und arbeitet dieser in Hamburg.
Seine Kindheit war aufgrund der beruflichen Tätigkeit seiner Eltern, durch wechselnde Lebensmittelpunkte in Australien, Afrika, Türkei, Frankreich und Deutschland geprägt.
Seinen Werdegang begann Peter Reitberger mit einem Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

2000 erhielt dieser einen Lehrauftrag an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg ( HAW ), an welchen sich eine Gastprofessur für die internationale Sommerakademie „Pentiment“ anschloss.

Seit vielen Jahren ist der Künstler als Dozent unter anderem für die HAW Hamburg tätig. Die Werke des etablierten Künstlers wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellung präsentiert und zeigen den Erfolg seiner Arbeiten auf.

Das Hauptinteresse des Künstlers gilt zunächst der Ausdruckskraft der Farbe. Farbe vermittelt sich am überzeugendsten über die Fläche: zunächst entsteht eine erste Farbfläche, zumeist aus einem mutwilligen Impuls heraus, aus purer Lust auf eine bestimmte Farbigkeit oder ein bestimmtes Farbmaterial. Im nächsten Schritt reagiert Peter Reitberger auf diese erste Fläche mit einer weiteren, welche meist im komplementären Bereich liegt. Sowohl vom Farbwert als auch vom haptischen Charakter, und erzeugt so Spannung. Wo diese beiden Flächen aneinandergrenzen, entstehen materialbedingt Verwerfungen. Manchmal sind die Flächen so schmal, dass diese wie Linien erscheinen – es handelt sich jedoch immer um Flächen.

Nicht so sehr die Komposition von Ästhetik steht im Vordergrund als vielmehr die dialektische Entwicklung weiterer Farbfelder mit der Zielrichtung einer harmonisierenden Spannung. Eine “prozesshafte” Entwicklung des Bildes beginnt. Dabei steht die Gestaltung der Farbflächen immer in Bezug zur Autobiografie des Künstlers. Das Nebeneinander unterschiedlicher Farbflächen spiegelt die vielfältigen internationalen Wirtschafts- und Kulturräume wieder, in denen dieser aufwuchs. Lokalkolorit konkurriert mit schemenhaften atmosphärischen Erinnerungen an örtliche Gegebenheiten.